Wissenswertes

Auf dieser Seite findest du spannende Informationen rund um die Gesundheit von Mensch und Hund. Sie wird fortlaufend aktualisiert, also schau gerne immer mal wieder vorbei!
Themenblock: Gesundheit von Haustieren und ihren Besitzern - Forschungsüberblick
Menschen priorisieren oft die Gesundheit ihrer Tiere über die eigene.
Aktuelle Umfragen zeigen, dass ein Großteil der Tierhalter sich stärker um das Wohlbefinden von Hund oder Katze sorgt als um die eigene Gesundheit. So fanden neuere Studien heraus, dass mehr als die Hälfte der Tierbesitzer sich mehr um die Gesundheit ihres Haustiers als um ihre eigene sorgt[1].
Eine MetLife-Umfrage (USA) ergab, dass 58% der Tiereltern ihre Sorgen eher dem Haustier widmen als sich selbst[2].
Ähnlich berichten britische Daten: Johnson’s Veterinary Products 2023 fanden, dass 59% der befragten Hund- und Katzenhalter in Großbritannien das Wohlergehen ihres Tieres wichtiger einschätzen als ihr eigenes[3].
Deutsche Studien bestätigen diese Tendenz: In der aktuellen Haustier-Studie gaben 57% der Halter an, sie würden bei persönlichen Ausgaben eher sparen als bei den Bedürfnissen ihrer Tiere[4].
Diese Ergebnisse unterstreichen, dass viele Tierbesitzer ihre Tiere als Familienmitglieder sehen und deren Gesundheit oft über ihre eigene stellen.
Tierarztbesuch vs. eigener Arztbesuch:
Eine Studie der Tierschutzorganisation Brooke zeigte, dass Tierhalter eher mit ihrem Tier zum Tierarzt gehen als zum Arzt für sich selbst. 7 von 10 Befragten gaben an, sie würden bei gesundheitlichen Fragen zuerst die Tierärztin oder den Tierarzt konsultieren statt einen menschlichen Arzt[5].
Demnach werden Tierärzte häufig als erste Informationsquelle betrachtet. Das legt nahe, dass Halter die tierärztliche Versorgung sehr ernst nehmen und ihr Tier regelmäßig untersuchen lassen – oft selbst dann, wenn sie eigene Vorsorgeuntersuchungen aufschieben. Zusammen mit der oben genannten Priorisierung der Tiergesundheit zeigt dies ein klares Muster: Viele Menschen investieren aktiver in die Gesundheitsversorgung ihres Haustiers, auch wenn sie selbst Vorsorgeuntersuchungen weniger regelmäßig wahrnehmen.
Wechselwirkung zwischen Mensch- und Tiergesundheit:
Zahlreiche Untersuchungen belegen eine enge Verbindung zwischen dem Wohlbefinden von Menschen und ihren Tieren. Positive Haustierbeziehungen können sich direkt auf die Gesundheit des Besitzers auswirken und umgekehrt. So berichten medizinische Experten (Harvard Health), dass Haustierhaltung mit niedrigerem Blutdruck und anderen Vorteilen einhergehen kann: Hundebesitzer etwa haben im Durchschnitt niedrigere Ruheherzfrequenz und Cholesterinwerte als Nicht-Haustierhalter[6].
Studien der American Heart Association und aktuelle Übersichtsarbeiten finden, dass Haustiere das Stressniveau senken und so das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren können[6][7].
Außerdem geben etwa 95% der Tierhalter an, dass ihnen ihre Tiere helfen, Stress abzubauen[8].
Die US-Gesundheitsbehörde CDC stellt fest, dass Bindungen zu Haustieren mit mehreren gesundheitlichen Vorteilen verbunden sind – etwa vermindertem Blutdruck, niedrigeren Cholesterinwerten und weniger Einsamkeitsgefühlen[9].
All dies spricht dafür, dass eine direkte „Mensch-Tier-Gesundheitsverbindung“ besteht: Haustiere können die körperliche und psychische Gesundheit ihrer Halter fördern, und umgekehrt kann das Wohlbefinden eines Menschen die Lebensqualität seines Tiers beeinflussen.
Gegenseitiges Leiden bei Krankheit:
Wenn ein Partner im Mensch-Tier-Duo erkrankt, leidet oft auch der andere. Bei erkrankten Haustieren zeigen Tierbesitzer deutlich stärkere Belastungssymptome. Eine tiermedizinische Studie belegt, dass Besitzer chronisch kranker Hunde oder Katzen signifikant höhere Werte für Belastung, Stress, Angst und Depression aufweisen und eine geringere Lebensqualität haben als Halter gesunder Tiere[10].
Die Forscher sprechen von einer „Caregiver-Burden“ – einer Überlastung ähnlich der von Angehörigen schwer kranker Menschen. In die andere Richtung können auch Tiere auf die Verfassung ihrer kranken Halter reagieren: Verhaltensstudien zeigen, dass Hunde sich bei den emotionalen Zuständen ihrer Besitzer buchstäblich „anstecken“ können. In Experimenten synchronisierten sich etwa Herzfrequenz und Stimmung von Hund und Mensch – steigt der Stress oder die Angst des Besitzers, spiegelt sich das unmittelbar im Verhalten und den Körperwerten des Tieres wider[11][12].
National‑Geographic-Artikel fassen zusammen, dass Hunde nicht nur positive Emotionen (Zuneigung, Freude) ihres Menschen übernehmen, sondern auch dessen Stress und Angst[12]. Dies deutet darauf hin, dass ein kranker oder gestresster Halter unbewusst Belastung auf sein Tier überträgt. Gleichzeitig sind erkrankte Tiere für ihre Besitzer oft eine weitere Belastung (emotionale, finanzielle und zeitliche). In Summe zeigen diese Befunde: Mensch und Tier beeinflussen sich wechselseitig. Ein kranker Halter kann dem Tier schaden (durch veränderte Betreuung und Stimmung) und ein kranker Hund oder Katze setzt dem Halter psychisch stark zu[10][12]. Diese wechselseitigen Effekte sind ein wichtiger Aspekt im One-Health-Konzept, das die Gesundheit von Menschen und Tieren als verbunden betrachtet.
Quellen:
Die genannten Zahlen und Erkenntnisse basieren auf aktuellen Studien und Umfragen aus Wissenschaft und Praxis[1][2][3][4][5][6][9][10][11][12].
[1] Innovative Assisi tPEMF device provides new options for supporting stiff joints - Veterinary Practice
[2] Pet Care Made Easy: Veterinary Hospital with Pet Hotel and Grooming
[3] Recent Survey Suggests That Owners Value Their Pet’s Wellbeing More Than Their Own | Johnsons Veterinary Products
[4] Haustier-Studie 2024/2025 - Hunderunden
https://hunderunden.de/artikel/haustierstudie-2425
[5] World Vet Day: Study suggests pet owners prioritise the health of their pet over their own | Brooke
[6] [7] [8] The heartfelt benefits of pet ownership - Harvard Health
https://www.health.harvard.edu/heart-health/the-heartfelt-benefits-of-pet-ownership
[9] Owning a Pet May Be Good for Your Brain - Fisher Center for Alzheimer's Research Foundation
https://www.alzinfo.org/articles/prevention/owning-a-pet-may-be-good-for-your-brain/
[10] Caregiver burden in owners of a sick companion animal: a cross-sectional observational study - PubMed
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28870976/
[11] Hunde spüren Gefühle ihrer Besitzer – mit Folgen - [GEO]
https://www.geo.de/natur/tierwelt/hunde-spueren-gefuehle-ihrer-besitzer---mit-folgen-35376848.html
[12] Ansteckende Emotionen: Hunde und ihre Besitzer fühlen gleich - National Geographic

